Liebe Koboldfreunde

 

Ich werde immer wieder Geschichten hochladen, die ich selbst nicht erlebt habe. Die Kobolde haben mir immer wieder erzählt. Diese Geschichten sind genauso wahr, wie die Geschichten, die ich selbst erlebt habe.

 

 

Die Laterne ist verschwunden! ! !

Von Danie Safran

 

   Wutzel ist ein Kobold, er lebt von den Dingen, die Andere fortwerfen Besonders gern hatte er Dinge der Menschen.

  So hat er vor vielen Jahren auch eine kleine Laterne gefunden. Sie war zwar sehr schmutzig und auch der Griff, um sie aufzuhängen, war abgerissen.  Wutzel dachte bei sich, diese Laterne hat mir gerade noch gefehlt. Er nahm sie mit zu sich nach Hause. Dort hat er sie poliert, den Griff geflickt und eine von seiner wertvollen Kerzen hineingesteckt.

  Ihr müsst wissen, dass Wutzel meist in der Nacht unterwegs ist. Am Tag hatte er Angst, dass ihn die Menschen sehen könnten. Er mag die Menschen nicht, sie sind ihm zu laut und vor allem sind sie ihm viel zu G R O S S.

  Wenn man zu ihm nach Hause kommen könnte, würde man denken er hätte einen Trödelladen.

  Da hat es einen gerissenen Schuhbändel, dort eine Socke mit einem grossen Loch, oder eine Streichholzschachtel.

  Und was ganz lustig ist; er hat einen Eimer ohne Boden. Er sammelt alles. Irgendwann, denkt er, werde er es schon brauchen.

  Also über diese Laterne, die er gefunden hat, ist er schon sehr sehr glücklich.  Jetzt kann er, wenn er nachts unterwegs ist, gleich sehen ob etwas noch brauchbar ist oder eben nicht. Was zwar keine Rolle spielt, da er eh alles mit nach Hause nimmt.

 Zurück zu seiner Laterne. Auch wenn Kobolde meist beim Eindunkeln, oder in der Nacht, unterwegs sind, so haben doch die Meisten Angst im Dunkeln.

 Für Wutzel ist es noch schlimmer. Beim Eindunkeln sieht er in einem Gebüsch einen grossen Menschen, oder wenn der Wind das Laub der Bäume rascheln lässt, glaubt er, dass er verfolgt würde. Er hatte ein bisschen (viel) mehr Angst, als die anderen Kobolde.

   Also der Fund dieser Laterne war ein grosser Glücksfall für ihn. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass er auf diese Laterne besonders gut aufgepasst hat.

 

Und doch…….

  Eines Tages, als er aufstand, er war wieder die ganze Nacht unterwegs gewesen. Er glaubte seinen Augen nicht trauen zu können. Die Laterne hing nicht an ihrem Platz. Er schaute sofort vor die Tür, vielleicht hatte er sie ja draussen stehen lassen.

  Nein draussen war sie nicht, auch nicht im Schrank, nicht unter seinem Bett, nicht im Eimer ohne Boden, oder im Regal.

Die Laterne war verschwunden.

  Das war ganz schrecklich für Wutzel. Er hatte diese Laterne jetzt schon so lange, dass er gar nicht mehr wusste, wie das war ohne Licht im Wald, im Dunkeln. Er suchte noch den ganzen Tag, jedoch ohne Erfolg.

  Bis am Abend war er so ausser sich, dass er nicht wusste wie er jetzt die verlorengegangenen Dinge suchen sollte.

  Ihr könnt euch sicher vorstellen wie ihm angst und bange war, im dunklen Wald ohne seine Laterne.

  Er ging früher als sonst wieder nach Hause, weil dieser lange Schatten dort, ist der von einem grossen Baum, oder doch von einem Riesen? Und dort und hinter ihm und und……

  Er war erleichtert als er zuhause ankam.

Also Morgen suche ich nochmals meine Laterne überall. Ich hoffe nicht, dass sie gestohlen wurde, so dachte er.

Er brauchte lange bis er endlich einschlafen konnte.

      

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

  Etwa zur gleichen Zeit als Wutzel seine Laterne verloren hatte, war auch eine Kindergartenklasse im Wald. Die Kinder suchten schöne Blätter um im Kindergarten damit zu basteln.

  Neben dem Weg, an dem sie entlanggingen, floss ein kleiner Bach. Die Kindergartenlehrein musste immer wieder sagen:

  „Geht nicht zu nah an den Bach, sonst fällt noch eines hinein.“

  Doch Silas und John schlichen sich immer näher an den Bach. Die Zwei hofften etwas Tolles zu finden. Vielleicht ein Goldnugget, oder Edelsteine.

  Silas sah es als Erster. Er schubste John und zeigt auf ein Gebüsch beim Bach.       

  „Schau da glitzert doch etwas, was das wohl ist.“

  Schon stand er im Bach um genauer zu schauen was das ist. Und tatsächlich es war ein aussergewöhnlicher Fund. Eine wunderschöne Laterne.

  „Silas! Was machst du da?“ rief die Kindergartenlehrerin, Frau Lilalollipop.

 Bevor er eine Antwort gab, zog er erst noch die Laterne ganz hervor.

  „Frau Lilalollipop, schauen sie was ich gefunden habe,» rief er ihr zu. Er lief zu ihr und zeigte ihr die Laterne.

  „Was ist denn das für eine schone Laterne?“ wollte sie wissen,

die hat sicher jemand verloren, oder vergessen.“

  „Frau Lilalollipop, darf ich die behalten?“ wollte Silas wissen.

Frau Lilalollipop musste zuerst überlegen und meinte dann:

   „Nein Silas. Wir nehmen sie jetzt mit in den Kindergarten. Dort machen wir ein Plakat auf dem wir die Laterne beschreiben, hängen das Plakat an der Eingangstüre auf und hoffen, dass sich jemand meldet. Und erst, wenn sich niemand meldet, aber erst dann, kannst du sie behalten. So jetzt suchen wir noch ein paar Blätter und gehen dann in den Kindergarten zurück.“

Das haben sie dann auch gemacht. 

  Und weil sie noch fast eine Stunde Zeit hatten, machten sie auch noch das Plakat und an der Türe vom Kindergarten angemacht.

  Auf dem Nachhauseweg dachte Silas, hoffentlich meldet sich niemand, dann gehört die Laterne mir. Er stellte sich schon vor an welchen Platz, in seinem Zimmer er sie wohl hinstellen könnte. Er hätte dann, wenn es dunkel wird, ein Licht in seinem Zimmer. Silas hätte das nie zugegeben, aber er hatte auch ein wenig Angst im Dunkeln.

 

 

 

 

Was machte Wutzel.

  Er war am Verzweifeln. Wo ist nur seine Laterne? Er konnte sich nicht mehr vorstellen ohne seine Laterne nachts unterwegs zu sein. Er konnte sich auch nicht vorstellen, dass sie gestohlen worden war. Keiner der anderen Kobolde würde sie ihm stehlen. Keiner wäre zu so etwas fähig. Niemand den er Kannte würde er so etwas zutrauen.

Ausser….

                     Die M e n s c h e n  ! ! !

  Denen würde er es zutrauen. Die waren zu so etwas fähig. Da gibt’s nur eins, dachte er, ich muss ins Dorf gehen und nachschauen.

  Das brauchte viel Mut. Vor dem Menschen hatte er genauso angst wie vor der Dunkelheit.

  Wutzel zog seine HerbstTarnKleider an. Die Jacke aus Efeu, die Hose aus Moos, die Schuhe aus Borke und zum Schluss den Hut aus Blättern. So machte er sich auf den Weg.

  Als er im Dorf angekommen war, schlich er von Gebüsch zu Gebüsch, zum Holzstapel und weiter zur Steinmauer. Er schaute sich genau um.

  Wo er jetzt schon im Dorf war, dachte er, könne er auch gut beim Kindergarten vorbeischauen. Dort gab es immer interessante Dinge zum Bestaunen. Er drückte seine Nase ans Fenster   und schaute alles genau an. Die Zeichnungen, die Spielsachen und…..

  Ihm blieb fast das Herz stehen.

  Was glaubt ihr hat er gesehen  ? ? ? ? ? ?

 

  Natürlich er sah seine Laterne, dort auf dem Tisch von Frau Lilalollipop. Das hätte er nie für möglich gehalten. Frau Lilalollipop hat seine Laterne gestohlen. Die liebe, nette Frau Lilalollipop. Jetzt hat er nur noch gedacht, wie komme ich in den Kindergarten hinein. Ganz ruhig bleiben, dachte er. Oh natürlich auf der Vorderseite hat es ja eine Tür. Und schon schlich er ums Haus. Im selben Moment als er merkt, dass die Türe abgeschlossen war und er schon  am verzweifeln war,  

sah er das Plakat an der Tür.

  Da hat er der Frau Lilalollipop aber schwer Unrecht getan. Nicht gestohlen, nein gefunden wurde seine Laterne und zwar von einem Silas. Es steht, dass man sich mit ihm in Verbindung setzen kann, falls man weiss wem sie gehört.

  Auweia. Jetzt hat Wutzel ein neues Problem. Wie schon gesagt, er mag die  Menschen nicht und er hat sich noch nie einem Menschen gezeigt. Er weicht den Menschen aus und jetzt soll er mit einem Menschen reden ? ! ?

  Das wird schwierig. Er machte sich auf den Weg zu Silas. Er dachte er schaue sich diesen Silas erst mal an und entscheide dann mein weiteres Vorgehen.

  Er schlich zum Haus von Silas, was schon einfacher ging, da es schon recht dunkel war. Vorschtig schaute er zum Fenster hinein. Er hörte gerade noch wie Silas’ Mutter sagte:

  „So Silas jetzt ist es Zeit zum Zähneputzen und dann ab ins Bett.“

 Jetzt konnte Wutzel durchs Fenster sehen. Ihm wurde gleich wohler ums Herz, als er sah, dass Silas ein kleiner Junge war und nicht viel grösser als er.

  Wutzel überlegte wie er sich bemerkbar machen könnte und auch wie er ihm sagen könne, dass das seine Laterne ist.

  In der Zwischenzeit war Silas zu Bett gegangen. Da hört Silas wie es an sein Fenster geklopft wurde.

  Das machte ihm Angst. Er dachte, wenn ich jetzt die Laterne schon bei mir hätte, wäre ich weniger ängstlich. Ich hätte ein Licht und würde ans Fenster gehen um nachzuschauen was da ans Fenster klopft.

 Es klopfte wieder und diesmal hörte er auch jemanden reden.

  „Silas, Silas komm doch bitte ans Fenster, Bitteeeeee.“

 Silas nahm seinen ganzen Mut zusammen und machte das Fenster auf.

  „Wer ist da?“ fragte er, weil er niemanden sah.

 Wutzel schlug das Herz bis zum Hals.

  „Ich, ich bin der Wutzel  und ich will meine Laterne zurück.“

  „das kann jeder sagen, dass er seine Laterne zurück will. Kannst du beweisen, dass das deine Laterne ist?“ wollte Silas wissen,

  „und überhaupt wo bist du? Ich kann dich gar nicht sehen, wo bist du?“

  „Ich stehe hinter dem Gebüsch. Ich würde mich lieber nicht zeigen. Ich bin ein Kobold und wir Kobolde möchten nicht, dass die Menschen wissen wie wir aussehen. Die Laterne kann ich dir beschreiben. Am auffälligsten ist der Griff, den habe ich selber mit Draht geflickt. Am Boden ist ein langer Kratzer. Die kleine Kerze ist auch etwas Besonderes, die mache ich selber, damit sie genau hineinpassen und sie riechen nach Moos. Gib mir bitte meine Laterne wieder.“ Soviel hatte Wutzel noch nie auf einmal gesprochen.

  Silas überlegte, das ist schon seine Laterne, aber wenn ich das niemandem sage, könnte ich sie am Ende die Laterne doch behalten.

  „Lieber Silas, ich gebe es nicht gerne zu. Aber ich ..hmm..also… also es ist so, ich … nun ich.. also ich .. .. ich habe schlicht Angst im Dunkeln. Und ich arbeite nachts und habe grosse Angst ohne meine Laterne. So und jetzt kannst du mich auslachen.“

  Silas lachte ihn nicht aus. Im Gegenteil, er verstand sehr wohl wie sich Wutzel fühlte.

  „Ich verstehe schon was diese Laterne für dich bedeutet. Ich sehe auch ein., dass das deine Laterne ist. Ich hatte gehofft, dass ich diese Laterne behalten könnte. Ich fürchte mich auch in der Nacht. Aber ich habe es Leichter wie du. Ich muss nur aus dem Bett und kann einfach den Knopf drücken und schon habe ich Licht. Du kannst deine Laterne morgen im Kindergarten abholen.“

Wutzel hatte schon gedacht, dass es nicht so einfach sein würde.

  „Oh OH, das geht nicht so einfach. Ich kann doch nicht am hellen heiteren Tag in den Kindergarten kommen. Am Tag sind so viele Menschen unterwegs. Uiuiui das kann ich nicht. Kannst du mir die Laterne nicht bringen.“

  Silas überlegte nicht lange und hatte eine Lösung

  «Schreib einen Brief an Frau Lilalollipop. Dort erklärst du ihr, dass ich dir die Laterne dorthin am Bach bringen soll wo ich sie gefunden haben.“

  „Das ist eine gute Idee.“ Wutzel wollte noch wissen,

  „wo am Bach hast du die Laterne gefunden?“

  „Dort wo der Weg eine S Form hat, etwas unter dem Haselnussstrauch verborgen, dort lag sie.“

  „Jetzt ist mir auch klar warum ich sie vergessen habe. Dort fand ich ein schönes Halstuch mit nur 3 Löcher. Ich musste es kompliziert aus dem Haselnussstrauch herausklauben. Ich muss vor lauter Freude über diesen Fund die Laterne völlig vergessen haben. Hast du mir einen Stift und ein Blatt, dann schreibe ich den Brief und du kannst ihn morgen Frau Lilalollipop geben.“

  Silas brachte den Stift und Papier. Wutzel schrieb den Brief. Zufrieden mit dem Resultat, verabredete er sich für morgen Nachmittag mit Silas, am Bach.

So machten sie es auch. Als Silas an der verabredeten Stelle ankam, sagte er:

  „Wo bist du?“

 Wutzel trat schüchtern einen Schritt hervor, noch kein Mensch hatte ihn je gesehen.

  Silas reagierte völlig normal, als er Wutzel sah, er hatte ja auch noch nie einen Kobold gesehen.

  „Ich muss dir noch etwas von Frau Lilalolipop ausrichten.

  „Du sollst nicht so viele Fehler in ein Wort hinein platzieren und du hättest wirklich eine seh sehr schlechte Schrift. “

  Da mussten Beide wie verrückt lachen, weil Wutzel sagte:

  „Wenn Frau Lilalollipop wüsste, dass mein erster Brief war den ich je geschrieben habe und vermutlich auch der Letzte.“

  Die Beiden trennten sich in Freundschaft. Sie Versprachen sich gegenseitig, dass sie sich wieder zu treffen.

Auf dem Heimweg überlegte Wutzel was er den Kindern und Frau Lilalollipop schenken könnte. Natürlich heimlich.

 

  Diese Geschichte ist hier natürlich noch nicht fertig. Silas und Wutzel erleben noch viel miteinander. Silas lernt noch andere Kobolde kennen. Es gibt viele Kobolde. Jeder hat etwas Spezielles an sich.

   z.B. einer sammelt Bücher, also er holt sie aus den Wohnungen der Menschen, wieder ein Anderer sammelt Farbstifte, es müssen schon sehr spezielle Stifte sein, Farbstifte die schon gebraucht wurden, so als hätten sie eine eigene Geschichte zu erzählen.

  Also z.B.  …. Ach nein das sind dann schon eine andere Geschichten.

 

 

                                                   E N D E    

 

                                                 (fürs Erste)